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2033 - ein Szenario(?)

2033 - ein Szenario(?)

‧ 129m 0s

Woop! Woop! Diese Folge beginnt mit einem Gedankenexperiment, das unbequemer kaum sein könnte: Was wäre, wenn die AfD die nächste Bundestagswahl gewinnt?

Zu Gast ist Justus Bender, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, mit seinem Buch „Deutschland 2033. Ein Szenario" (C.H. Beck).

Hundert Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht Deutschland vor einer Bundestagswahl, und die AfD geht als Siegerin hervor. Bender entwirft ihr mutmaßliches Regierungshandeln in einer möglichen Koalition mit der CDU und stützt sich dabei auf aktuelle Aussagen von Vordenkern und Politikern der Partei. Nichts davon ist frei erfunden, sondern aus dem fortgeschrieben, was heute schon gesagt, geschrieben und...

Midterms are coming...

Midterms are coming...

‧ 237m 1s

Woop! Woop! Heute komme ich mit drei Gesprächen zu drei Büchern — und alle drei Bücher schauen auf dasselbe Land: die USA. Aus drei völlig verschiedenen Winkeln.

Zuerst spreche ich mit dem Journalisten Jörg Wimalasena, früherer US-Korrespondent von Zeit Online, über sein Buch „Die Undemokraten. Wie die Demokratische Partei Trump großmachte" (Brumaire). Wimalasena sucht die Antwort auf Trumps Wiederwahl vor allem bei seinen Gegnern. Er zeigt, wie sich in den USA die einstige Partei der kleinen Leute dem großen Geld verschrieb und alle bekämpft, die es wagen, auch nur ein wenig Umverteilung zu fordern. Kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis eines...

Lehrjahre der Unmenschlichkeit

Lehrjahre der Unmenschlichkeit

‧ 75m 34s

Woop! Woop! Diese Folge stellt eine Frage, die unbequemer nicht sein könnte: Wann hört eine Gesellschaft auf zu merken, dass sie grausam wird?

Zu Gast ist der österreichische Publizist und Autor Robert Misik mit seinem neuen Buch „Erziehung zur Grausamkeit. Die Massenpsychologie des Neuen Faschismus" (Suhrkamp).

Wo beginnt Grausamkeit? Wann verändert sich eine Gesellschaft so weit, dass das Grausame nicht mehr als grausam empfunden wird? Misik verortet den Faschismus nicht bequem auf der anderen Seite — bei den Extremisten, den Radikalen, den politischen Rändern. Er interessiert sich vielmehr für das Vorfeld, all das, was schon lange vorher beginnt: für die...

Vergessene Soldatinnen und Blackbox Bundeswehr

Vergessene Soldatinnen und Blackbox Bundeswehr

‧ 156m 11s

Woop! Woop! Zuerst spreche ich mit der Historikerin Karen Hagemann, James G. Kenan Distinguished Professor an der University of North Carolina at Chapel Hill, über ihr monumentales Werk „Vergessene Soldatinnen. Frauen im Militär und in den Kriegen Europas seit 1600" (Suhrkamp, 2026). Kriege werden meist von Männern angezettelt — aber ohne Frauen können sie nicht geführt werden. Das war schon immer so. Trosserinnen, Krankenpflegerinnen, Flakhelferinnen, Kämpferinnen — Frauen waren über Jahrhunderte aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt, und doch erinnert sie kaum jemand. Hagemann schließt mit diesem Opus Magnum eine riesige Gedächtnislücke: Anhand unzähliger Selbst- und Fremdzeugnisse macht sie die weiblichen Kriegserfahrungen...

Mutti komma ans Fenster und es braucht nicht viel

Mutti komma ans Fenster und es braucht nicht viel

‧ 142m 31s

Woop! Woop! Zuerst spreche ich heute gemeinsam mit Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen über ihr Buch „Es braucht nicht viel. Wie wir unseren Sozialstaat demokratisch, fair & armutsfest machen" (S. Fischer, 2023). Die beiden Vorständinnen des Vereins Sanktionsfrei rechnen ab — mit Hartz IV, mit dem Bürgergeld, das kaum besser ist, und mit den populistischen Erzählungen über Armut, die fern jeder Evidenz liegen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen Aufstocker brauchen trotz Vollzeitjob staatliche Hilfe. Steinhaus und Cornelsen zeigen: Das ist kein Naturgesetz. Es wäre gar nicht so schwer, das zu...

Glanz und Elend der Konservativen und Spaltlinien

Glanz und Elend der Konservativen und Spaltlinien

‧ 168m 51s

Woop! Woop! Heute spreche ich zuerst mit dem Publizisten und früheren Zeit-Chefredakteur Roger de Weck über sein Buch „Glanz und Elend der Konservativen" (Suhrkamp, 2025). De Wecks Provokation: Nicht die Linke, sondern die Konservativen könnten den Rechtspopulismus am wirksamsten bekämpfen — wenn sie sich nur neu erfinden würden. Stattdessen kippen sie nach rechts, verlieren ihr Profil und räumen der AfD das Feld. De Weck, der als Gastprofessor am College of Europe in Brügge lehrt und das Archiv des EU-Gründers Jean Monnet betreut, skizziert, was ein glaubwürdiger Konservatismus heute bedeuten könnte — und warum genau das so selten gelingt.

Dann kommt...

Die Wiederkehr und Unverdiente Ungleichheit

Die Wiederkehr und Unverdiente Ungleichheit

‧ 164m 14s

Woop! Woop! Nach dem "Schock" von Sachsen-Anhalt spreche ich heute zuerst mit dem FAZ-Journalisten und Autor Patrick Bahners über sein Buch „Die Wiederkehr. Die AfD und der neue deutsche Nationalismus" (Klett-Cotta, 2023). Zehn Jahre AfD — aber das Problem ist größer als eine Partei. Bahners zeigt scharfsinnig und historisch argumentierend, dass die Neue Rechte einen festen Platz in unseren politischen Institutionen behaupten wird. Kein vorübergehender Protest, kein Betriebsunfall der Demokratie — sondern ein neuer Nationalismus, der sich längst in allen Parteien eingenistet hat. Bahners wechselt dabei zwischen dichter Beschreibung und kalter Analyse — er dreht und wendet den rechten Weltbild-Stoff...

Ferne Heimat und das knappe Gut Arbeit

Ferne Heimat und das knappe Gut Arbeit

‧ 154m 7s

Woop! Woop! Zuerst spreche ich heute mit dem Soziologen Florian Butollo über sein Buch „Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt" (Suhrkamp, 2026). Das Paradox der Stunde: Überall wird vor KI-bedingtem Jobverlust gewarnt — und gleichzeitig reißen die Klagen über Fachkräftemangel nicht ab, Pflegestationen kollabieren, Stellen blei-ben unbesetzt. Butollo, Professor für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Sachverständiger der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz" des Bundes-tags, löst diesen Widerspruch auf: Automatisierung schafft nicht weniger, sondern mehr Arbeit — und damit eine neue Konfliktlinie. Die Frage ist nicht mehr, ob wir genug Arbeit haben. Die Frage ist: Wofür wollen wir...

Kleiner Hinweis

Kleiner Hinweis

‧ 1m 28s

Sorry. Bin nächste Woche zurück. :-)

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